moneymeets: Exklusivgespräch mit Bert Flossbach zum Amtsantritt des neuen US-Präsidenten

Am 20. Januar wird Donald Trump neuer US-Präsident. Nach seiner Wahl ging es an den amerikanischen Aktienmärkten erst einmal nach oben. Warum Fondsmanager Bert Flossbach, Gründer der Vermögensverwaltung Flossbach von Storch, diese Aufwärtsbewegung für nicht nachhaltig hält.

Herr Flossbach, wo wird der S&P 500 Ihrer Meinung nach in einem Jahr stehen?

Punktgenaue Prognosen für den Dax oder anderen Indices kann ich Ihnen nicht geben. Solche Vorhersagen halte ich für wenig zielführend. Ich bin Vermögensverwalter und kein Hellseher! Viel sinnvoller ist es doch, über die Folgen aktueller Entwicklungen für die Märkte nachzudenken. Etwa über die Wahl Trumps zum US-Präsidenten.

Nach der US-Wahl im vergangenen November ging es an den US-Aktienmärkten vor allem nach oben. Wie lange hält die „Trump-Rally“ an den Börsen noch an?

Vielleicht noch eine Weile. Die Aktienkurse steigen, weil Trump im Wahlkampf ankündigte, die Steuern zu senken und Milliarden US-Dollar in die Infrastruktur zu investieren. Das würde höhere Gewinne für die Unternehmen bedeuten. Nachhaltig ist die Börsenentwicklung unseres Erachtens aber nicht.

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Bert Flossbach

Wieso nicht?

Bei einem Konjunkturimpuls dürften auch die Inflationserwartungen steigen. In der Folge dürfte die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) den Leitzins wie zuletzt im Dezember weiter erhöhen – während andere wichtige Notenbanken wie die Europäische Zentralbank oder die Bank of Japan an ihrer Nullzinspolitik festhalten müssen.

Und dann? Was wären die Folgen?

Der US-Dollar würde aufwerten, weil Investoren aus der ganzen Welt in US-Anleihen und –Aktien investieren. Eine starke Währung kann aber zu einem Problem für die US-Wirtschaft werden, weil die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen leidet. Der Zinsanstieg und die Aufwertung des US-Dollar haben also eine natürliche Grenze. Im schlimmsten Fall kann Amerikas Wirtschaft sogar in eine Rezession stürzen. Darauf könnte die Fed sogar mit einem niedrigeren Leitzins reagieren. Es wäre das genaue Gegenteil ihrer jetzigen Ankündigung.

Das klingt nach schwierigen Zeiten. Aber viele Investoren sehen das offenbar anders …

Die Risiken werden aktuell eher ausgeblendet. Anleger schätzen zwar Trumps Steuer- und Investitionspläne geht, glauben aber nicht, dass er auch seine protektionistischen Ideen in die Tat umsetzen wird. Außerdem dürfte jeder, der sein Geld in konjunktursensible amerikanische Aktien umschichten wollte, das bereits getan haben. Die Rotation von defensiven in zyklische Aktien halten wir für weitgehend abgeschlossen. Wer jetzt noch auf den Trend aufspringt, ist vermutlich zu spät dran.

Also Finger weg von Industrie- und rohstoffnahen Werten. Kommt es zu einem Comeback der Qualitätsaktien, also der großen und soliden Titel?

Das werden wir sehen. Schon in den vergangenen Wochen waren Titel solider und ertragreicher Unternehmen wieder stärker gefragt. Im aktuellen Umfeld halten wir sie für sehr sinnvolle Investments. Natürlich sind auch sie nicht immun gegen alle Risiken, aber schwierige Zeiten überstehen sie weitgehend schadlos. Das gilt etwa für Titel stabiler Konsumgüterhersteller. Als Ersatz für Anleihen können Anleger hier seit Jahren attraktive Dividendenrenditen erzielen. In Erwartung eines deutlichen Konjunkturimpulses haben Anleger nach der Trump-Wahl solche defensiven Aktien aber gegen konjunktursensitive Titel getauscht. Wir haben hingegen eher aufgestockt, wenn niedrigere Kurse Einstiegschancen geboten haben.

Das Umfeld an den Märkten hat auch den Goldpreis belastet. Sie waren beim Multi-Asset-Fonds Flossbach von Storch SICAV – Multiple Opportunities Ende November zu mehr als zwölf Prozent in Edelmetalle investiert.

Für kurzfristig orientierte Anleger hat Gold seinen Reiz aktuell etwas verloren. Seit der US-Wahl sind rund 200 Tonnen aus Gold ETFs abgeflossen. Wir sehen Gold jedoch sehr viel strategischer und sind bereit, temporäre Preisrückschläge zu akzeptieren.

Welche Funktion hat Gold in Ihren Depots?

Gold ist im Gegensatz zu Geld nicht beliebig vermehrbar. Das Edelmetall ist aber mehr als ein Inflationsschutz. Als Währung der letzten Instanz ist es eine Versicherung gegen einen möglichen Vertrauensverlust in das Geldsystem. Das Verlustrisiko vom jetzigen Niveau halten wir eher für begrenzt.

Herr Flossbach, vielen Dank für das Gespräch!

Bert Flossbach verantwortet den elf Milliarden Euro schweren Mischfonds Flossbach von Storch SICAV – Multiple Opportunities. Seine Anleger erzielten in den vergangenen fünf Jahren im Durchschnitt 9,8 Prozent Performance per annum. Morningstar bewertet das Portfolio über die Zeiträume drei, fünf und zehn Jahre mit der Höchstnote von fünf Sternen. Ein Kritikpunkt sind die Fondsgebühren. So werden eine Performancegebühr und bis zu fünf Prozent Ausgabeaufschlag verlangt. Letzteren können sich Anleger aber bei mehreren Onlinebanken ersparen, zeigt ein Vergleich bei moneymeets. Zudem fällt eine jährliche Gebühr von 1,68 Prozent an, wovon 0,59 Prozentpunkte an den Vertrieb geben. 


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So viel Provision bringt Otto Normalo

Abschlusscourtage und Bestandsprovision – bei manchen Versicherungssparten verdienen Vertriebe prächtig. Bei anderen fallen die Erträge hingegen äußerst mager aus. Eine moneymeets-Studie zeigt die Höhe der Vermittlergebühren anhand der typischen Versicherungen des Durchschnittsbürger.

„Gestatten, Otto Normalo, manchen auch als Max Mustermann bekannt.“ Der Durchschnittsdeutsche hat 1,4 Kinder, steckt täglich mehr als eine Stunde im Berufsverkehr und bringt 41.000 Euro brutto nach Hause. Davon bleiben ihm monatlich rund 2.000 Euro netto. Jährlich gibt er exakt 2.387 Euro für Versicherungsbeiträge aus  die gesetzliche Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung nicht eingerechnet.

Makler

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Doch Deutschlands Versicherungskunden werden abgezockt, warnen Verbraucherschützer. So sagt Dorothea Mohn, Leiterin des Teams Finanzen beim Bundesverband der Verbraucherzentralen: „Die provisionsabhängige Beratung ist teuer und erzeugt schlechte Finanzempfehlungen. Es wird zudem suggeriert, dass diese Beratung kostenlos ist. Das muss sich ändern.“ Doch Hand auf Herz: Wissen Sie, wieviel Ihr Versicherungsvermittler am Verkauf und an der laufenden Betreuung Ihrer Versicherungsverträge verdient?

Kostentransparenz bei moneymeets

Kosten transparent zu machen, zählt zu den Geschäftsgrundsätzen der Finanzplattform moneymeets, die Provisionen stets offenlegt und sie mit ihren Kunden teilt. Anhand aller Fakten, die zum Versicherungsportfolio des Durchschnittsdeutschen bekannt sind, zeigt moneymeets die jeweils durchschnittlichen Maklergebühren für den typischen Versicherungsbestand eines Durchschnittsdeutschen. Basis für die Angaben zum Durchschnittsdeutschen sind aktuelle Zahlen vom europäischen Versicherungsverband Insurance Europe und dem Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GdV). Den Berechnungen von Provisionen lagen zudem Angaben für etwa 1.000 Versicherungstarife von 140 Anbietern zugrunde.

Teure Lebensversicherung

Otto Normalo setzt in punkto Altersvorsorge ganz klar auf die Lebens- oder Rentenversicherung. Der Bestand von über 80 Millionen Verträgen zeigt: Statistisch gesehen besitzt jeder Deutsche mindestens eine Police und gibt dafür 1.141 Euro jährlich oder 95 Euro monatlich aus.

Für den Versicherungsbetreuer macht sich der Verkauf der Policen bezahlt: Seine Abschlussprovision berechnet sich nach der Beitragssumme und der Laufzeit des Vertrages. Letztere liegt im Schnitt bei 28 Jahren. Der Vermittler würde bei Mustermanns Vertrag durchschnittlich 1.431 Euro erhalten. Für die laufende Kundenbetreuung werden weitere 18 Euro bezahlt oder 504 Euro für die gesamte Laufzeit.

Lukrative private Krankenversicherung

Die zweitwichtigste Versicherung des Durchschnittsbürgers ist die private Krankenversicherung. Otto Normalo ist zwar grundsätzlich gesetzlich krankenversichert, leistet sich aber eine private Zusatzversicherung. Er ist in dieser Versicherungssparte mit einer jährlichen Prämie von 456 Euro oder 38 Euro monatlich ein kleiner Fisch. Doch stattliche 7,6 Monatsbeiträge verdienen Vermittler im Schnitt beim Verkauf einer solchen Police, zeigt der Vergleich von moneymeets.

Beim Normalo würde der Vermittler beim Abschuss somit 289 Euro verdienen. Hinzu kämen jährlich im Mittel 1,4 Prozent Bestandscourtage auf die Prämie, also 6,38 Euro pro Jahr.

Magere Einkünfte bei Haftpflicht- und Kfz-Versicherungen

Ganz anders bei Sachversicherungen wie Kfz, Hausrat oder Haftpflicht. Hier gibt es nur in Ausnahmefällen eine Abschlussprovision, die dann viel niedriger ist. Es dominiert die Bestandscourtage, die von den Beiträgen berechnet wird.

Ganz unten rangieren Kfz-Policen. Sie sind sehr verbreitet. Schließlich besitzt hierzulande fast jeder Zweite ein Auto. Auch Max Mustermann zahlt im Schnitt 310 Euro Prämie im Jahr. Davon würden etwa 20 Euro per annum an den Vermittler gehen, zeigt der moneymeets-Vergleich von mehr als 80 Tarifen. Eine Beratung ist zu diesem Preis kaum möglich. Die Versicherer haben diese Vergütung offenbar an das veränderte Kundenverhalten angepasst. Denn Normalos und Mustermanns sind vor allem online aktiv und schließen ihre Verträge im Internet ab.

Auch bei einer der wichtigsten Policen überhaupt, der Privathaftpflicht werden Vermittler nicht reich. Bei durchschnittlich 165 Euro Jahresbeitrag des Herrn Mustermann erhält sein Versicherungsbetreuer jährlich im Mittel 30 Euro. An den zudem beliebten Hausrat- und Unfallpolicen, die auch Max Mustermann abgeschlossen hat, würde der Versicherungsbetreuer weitere 60 Euro pro Jahr verdienen.

Und wie kann der Durchschnittsbürger sparen?

Unterm Strich erhielten Versicherungsvermittler für die Unterschrift von Otto Normalo auf seiner Lebens- und Krankenzusatzversicherung 1.720 Euro Abschlussprovision. Daran kann der Versicherte nach Vertragsabschluss kaum noch rütteln. Mit allen Verträgen zusammen verdient sein Betreuer bei Beiträgen von insgesamt 2.387 Euro jährlich in Summe rund 137 Euro Bestandscourtage. Von dieser Gebühr könnte er sich bei moneymeets jedes Jahr die Hälfte zurückholen. Würde der jetzt 43-jährige Normalo dann in 24 Jahren in Rente gehen, hätte er – ohne Versicherungen zu wechseln – 1.644 Euro gespart.


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Private Pflegeversicherungen: Das bringen die neuen Zusatztarife

Zum Jahresende hat die Bundesregierung die gesetzliche Pflegeversicherung reformiert. Für viele Pflegebedürftige zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung jetzt mehr. Daher wurden die privaten Pflegezusatztarife angepasst. Was Sie jetzt wissen sollten.

Ein Pflegefall zu werden – damit müssen statistisch gesehen die Hälfte aller Frauen und ein Drittel der Männer in Deutschland rechnen. Doch nur 3,4 Millionen Bundesbürger haben bisher eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen, zeigen Zahlen des Verbandes der Privaten Krankenversicherung.

Das ist alarmierend wenig. Denn das neue Pflegestärkungsgesetz (PSG II) sieht zwar grundsätzlich bessere, gesetzliche Leistungen für Pflegebedürftige vor. Doch auch nach der Pflegereform deckt die Pflegepflichtversicherung nur einen Teil der Kosten für eine stationäre oder private Betreuung ab. Je nach Pflegegrad zahlt der Staat bis zu einem Drittel der Kosten für eine vollstationäre Betreuung. Es bleibt je nach Pflegegrad eine Versorgungslücke von 1.000 bis 2.000 Euro, die durch die Rente oder privates Vermögen abgedeckt werden muss. Reichen eigene Mittel nicht, nimmt der Staat enge Angehörige in die Pflicht. Eine Pflegetagesgeld-, Pflegekosten- oder Pflegerentenversicherung deckt diese Kosten ab. Eigenes Vermögen muss so nicht aufgebraucht werden und Kinder bleiben so von finanziellen Belastungen verschont.

Bei allen Tarifen gilt: Jüngere zahlen prinzipiell weniger als Ältere. So sind günstige Tagegeldtarife für 30-Jährige bereits ab 20 Euro monatlich erhältlich, 50-Jährige müssen hingegen mit mindestens 50 Euro Monatsprämie rechnen. Denn wie bei der privaten Krankenversicherung sind vor Vertragsabschluss Gesundheitsfragen zu beantworten. Einzig der staatlich geförderte Pflege-Bahr kommt ohne Gesundheitsprüfung aus.

Pflege

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Neue Pflegetagegeldtarife – darauf sollten Sie achten!

Ein Pflegetagegeldtarif – sinnvoll ab mindestens 50 Euro pro Tag – ist die populärste Variante der privaten Pflegezusatzversicherung. Der Versicherer zahlt im Pflegefall monatlich einen vorher vereinbarten Betrag an den Versicherten aus, die abhängig vom Pflegegrad ist. Eine Pflegekostenversicherung erstattet nur tatsächlich entstandene und nachgewiesene Kosten. Vorteil der ersten Variante: Hier können Versicherungsnehmer oder ihre Angehörigen darüber bestimmen, wofür sie das Geld einsetzen. Das lohnt sich besonders bei einer privat organisierten Pflege durch Angehörige. Der volle Betrag sollte dabei spätestens ab Pflegegrad 2 fällig sein.

Interessant ist hier ein Blick auf einige neue Pflegezusatztarife, die parallel zum Pflegestärkungsgesetz zum Jahreswechsel auf den Markt gekommen sind und auf die Innovationen der Pflegereform zugeschnitten wurden. Beispielsweise treten bei der Union Krankenversicherung (UKV) und der Bayerischen Beamtenkrankenkasse zwei Tagesgeldtarife in Kraft, die für alle fünf Pflegegrade greifen und auch im Ausland gelten. Die Versicherer zahlen neben den vereinbarten laufenden Leistungen eine zusätzliche Einmalzahlung, sobald der Pflegefall nachgewiesen wird: Das kann eine wertvolle Unterstützung für die häusliche Pflege sein. Damit kann etwa die Wohnung pflegegerecht angepasst oder der Umbau einer Einliegerwohnung für eine Haushaltshilfe bezahlt werden. Außerdem bieten die Tarife eine Beitragsbefreiung ab Pflegegrad 3. Im Premium-Tarif wird die vollstationäre Pflege ab dem dritten Pflegegrad komplett übernommen. Die Zusatzversicherungen zahlen auch weiter, wenn eine Reha oder ein Kuraufenthalt ansteht.

Attraktive Zusatzleistungen

Die Vigo Krankenversicherung VVaG trägt ebenfalls den Erfordernissen der Pflegereform Rechnung und baut ihr „Düsseldorfer Pflegegeld“ aus. Zu den neuen Assistance-Leistungen des ab sofort weltweit geltenden Tagegeld-Tarifs gehören unter anderem die Vermittlung eines Pflegeheimplatzes oder Pflegedienstes sowie pflegenaher Dienstleistungen innerhalb Deutschlands, falls ein pflegender Angehöriger ausfällt. Ein weiterer Vorteil ist die Wahlmöglichkeit der Auszahlungshöhe: Pflegegelder bis zu 3.000 Euro sind für die Pflegegrade 5, 4 und 3 möglich, für die Pflegegrade 2 und 1 sind es bis zu 900 Euro im Monat. Außerdem ist ab Pflegegrad 2 alle 36 Monate eine Anhebung des Schutzes um bis zu 300 Euro durchführbar. Eine Beitragsbefreiung gilt im Leistungsfall ab Pflegegrad 2. Versichert werden müssen nur die Grade 4 und 5.

Mit der Pflegezusatz-Versicherung „VARIO“ der Axa haben Kunden darüber hinaus die Möglichkeit, nur den höchsten Pflegegrad 5 zu versichern – oder für weitere Pflegegrade ein individuelles monatliches Pflegegeld zu vereinbaren. Bis zum 71. Geburtstag erhöht sich hier das Pflegegeld alle 36 Monate automatisch um zehn Prozent – ohne erneute Gesundheitsprüfung bis zu einer Höchstgrenze von bis zu 4.500 Euro monatlich.

Teure Pflegerentenversicherung

Bei den Pflegerentenversicherungen punkteten 2016 unter anderem der Tarif „Superia“ von Ideal, PRO6 der WWK, die „PflegeRente“ von Zürich sowie die „SPV“ vom Volkswohl Bund. Alle vier Tarife erhielten gute Bewertungen von maßgeblichen Ratingagenturen. Wer auf eine klassische Pflegerentenversicherung setzt, kann dank stabiler Beiträge über die gesamte Vertragslaufzeit besser planen und hat ebenfalls die ausgezahlte Rente zur freien Verfügung – ohne Nachweise erbringen zu müssen, das Geld für eine Pflegekraft oder Hilfsmittel zu beanspruchen. Verglichen mit Tagesgeldversicherungen haben Pflegerentenversicherungen allerdings Nachteile. Dazu zählen die relativ hohen Beiträge sowie intransparente und zum Teil unrentable Sparvorgänge. So zeigt ein Vergleich auf Handelsblatt Online. Für gute Tarife zahlen schon 20-Jährige mindestens 40 Euro im Monat.

Der staatlich geförderte „Pflege-Bahr“, benannt nach dem Ex-Minister Daniel Bahr (FDP) ist prinzipiell eine Pflegetagegeldversicherung. Diese Variante kann ohne Gesundheitsfragen abgeschlossen werden und zielt vor allem auf Personen mit bereits gesundheitlichen Beschwerden. 2013 wurden die ersten Tarife eingeführt. Die Verträge werden derzeit mit 60 Euro im Jahr vom Staat gefördert. Um diese Pflegeförderung zu erhalten, muss der Versicherte mindestens zehn Euro im Monat einzahlen. Beantragt wird die Förderung dann vom jeweiligen Versicherungsunternehmen. Die Beiträge sind abhängig vom Alter des Versicherten und vom Versicherungsbetrag. Bei vielen Verträgen ist jedoch mit bis zu fünf Jahren Wartezeit zu rechnen. Und da vor allem gesundheitlich Angeschlagene hier versichert sind, könnte dies zu einem überdurchschnittlich starken Anstieg der Beiträge führen.

Und die Kosten?

Ein Vergleich von moneymeets zeigt: Eine 50-Jährige Modellkundin zahlt beispielsweise monatlich 62 Euro für den neuen Tarif „Pflege Premium Plus“ der Union Krankenversicherung (UKV). Der Tarif zahlt bei stationärer Pflege ab dem zweiten Pflegegrad 1.500 Euro. Es gibt keine Wartezeiten. Auch bei ambulanter Pflege wird gezahlt. 900 Euro sind es etwa beim Pflegegrad 3. Im Mittel erhalten Vermittler und Makler beim Abschluss einer Police sieben Monatsbeiträge Abschlusscourtage. Das sind stolze 434 Euro. Wer einen Vertrag über moneymeets abschließt, dem wird ein Teil davon erstattet.


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„Flexibel bleiben im Wahljahr 2017“

Viele Aktienmärkte feiern zu Jahresbeginn neue Höchststände. Doch die politischen Unsicherheiten in den USA und Europa sind enorm. Womit Anlageprofis wie Klaus Kaldemorgen (Bild rechts) von der Deutschen Asset Management, Philipp Vorndran von Flossbach & Storch und Jens Wilhelm von Union Investment jetzt rechnen.

„Politische Börsen haben kurze Beine“, lautet eine alte Börsenwahrheit. Sie könnte dieses Jahr widerlegt werden. Denn viele Beobachter rechnen mit einem anhaltend starken Einfluss der Politik auf das Marktgeschehen. So ist nach dem Amtsantritt Donald Trumps als US-Präsident die Wirtschaftspolitik für Investoren schwer einzuschätzen. Auch in Europa könnte Ungemach drohen. Die Eurokrise ist noch nicht ausgestanden und 2017 könnten Nationalisten in drei EU-Ländern die Oberhand gewinnen. Denn in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland sind Wahlen. Wie positionieren sich Spitzenfondsmanager in solchen Zeiten?

Klaus Kaldemorgen war über viele Jahre Aktienchef der DWS, der inzwischen in Deutsche Asset Management umgetauften Fondstochter der Deutschen Bank. Seit 2011 verwaltet er mit dem fünf Milliarden Euro schweren Deutsche Concept Kaldemorgen nicht nur einen der größten Strategie- oder Absolute-Return-Fonds des Landes. Das Portfolio, das strengen Risikovorgaben folgt, zählt auch mit 6,6 Prozent Rendite im Fünf-Jahres-Mittel und 8,6 Prozent Plus in den vergangenen zwölf Monaten zu den Bestperformern der Kategorie. Sein Ausblick für das nächste Jahr fällt verhalten aus:

Klaus Kaldemorgen

„Kursziele 2017 wurden beim Dax bereits nahezu erreicht“

„Angesichts der hohen Erwartungen an Trumps Wirtschaftspolitik, die sich in einem markanten Kursanstieg seit seiner Wahl manifestiert haben, setze ich auf Flexibilität“, sagt Kaldemorgen. Zu Jahresbeginn hat er den Aktienbestand in Höhe von 42 Prozent des Fondsvermögens fast zur Hälfte abgesichert. Auch den Anteil an Unternehmensanleihen in Höhe von etwa 30 Prozent federte er mit Derivaten gegen Zinsänderungsrisiken ab. Kaldemorgen setzt zwar mit dem Löwenanteil seiner Anlagen auf Euro-Investment. Derzeit hat er aber gut 25 Prozent der Mittel in US-Dollar investiert und vier Prozent in Gold. Daher können seine Anleger auch von der derzeitigen Aufwärtsbewegung des Dollar gegenüber dem Euro profitieren.

„Da die durchschnittlichen Kursziele für Ende 2017 beim DAX und beim S&P 500 bereits jetzt nahezu erreicht sind, hoffe ich so von den meines Erachtens unausweichlichen Enttäuschungen und den damit verbundenen Kursrückgängen zu profitieren“, erläutert Kaldemorgen. Er setze im Fondsportfolio vor allem auf Europa und Japan, da hier ein gewisser Rückenwind durch die Geldpolitik und schwache Währungen zu erwarten sei. Denn ein schwacher Euro stützt den Export. „Alles in allem erwarte ich ein moderat positives Kapitaljahr, welches unverhältnismäßig stark durch Stimmungsschwankungen geprägt sein wird,“ lautet sein Fazit. Im Kontrast dazu werde die wirtschaftliche Entwicklung eher in ruhigeren Bahnen verlaufen.

„Es kann Monate dauern, bevor erkennbar ist, welche Politik in den USA umgesetzt wird“

Anders als Kaldemorgen scheinen die meisten Börsianer derzeit eher optimistisch zu sein. Seit der Wahl Donald Trumps  am 8. November 2016 legte der S&P 500 um 5,5 Prozent zu. Die Aktienmärkte feiern neue Höchststände. Die Optimisten setzen beim neuen US-Präsidenten Donald Trump auf die Wiederholung der Politik von Ronald Reagan, der Steuersenkungen mit hohen Staatsausgaben verbunden hat und damit die Aktienkurse während seiner Amtszeit stark stimuliert hatte. Doch ob sich der Erfolg dieser Politik wiederholt, ist fraglich.

„Das Überraschungspotenzial des kommenden US-Präsidenten haben wir auf der Rechnung, in beide Richtungen“, sagt auch Stefan Kreuzkamp, Chief Investment Officer bei der Deutschen Asset Management. „In den USA könnte es noch Monate dauern, bevor erkennbar ist, welche Politik umgesetzt werden soll und kann“, so Kreuzkamp weiter. Grundsätzlich rechne sein Haus aber derzeit eher mit positiven Impulsen für die Aktienmärkte.

„In Europa kann ein neuer Nationalismus das Wirtschaftswachstum gefährden“

Doch nicht nur in den USA drohen politische Verwerfungen: 2017 stehen Wahlen in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden an. „Ein neuer Nationalismus und Protektionismus kann das Wirtschaftswachstum gefährden und zu kurzfristigen Marktreaktionen führen. Letztlich könnte es zu Auflösungstendenzen in der Europäischen Union und der Eurozone kommen“, sagt Philipp Vorndran, Kapitalmarktstratege beim unabhängigen Vermögensverwalter Flossbach von Storch. Das Haus managt mehrere Misch- und Anleihefonds, die Morningstar mit Bestnoten bewertet. Starke Kursschwankungen und Unsicherheiten an den Märkten einstellen.

„Vor allem Qualitätsaktien solider Unternehmen bleiben erste Wahl. Anleihen von stabilen Unternehmen mit Kurspotenzial und Gold als Versicherung gegen einen Vertrauensverlust in unser Geldsystem ergänzen das Portfolio“, empfiehlt Vorndran. Gefragt sei im neuen Jahr Flexibilität, um schnell auf Schwankungen und Trendwenden reagieren zu können.

„Mit Multi-Asset-Lösungen flexibel reagieren“

„Moderne Multi-Asset-Lösungen sind in diesem anspruchsvollen Kapitalmarktumfeld das Mittel der Wahl, um flexibel zu reagieren und kurzfristig sich bietende Chancen zu nutzen“, sagt Jens Wilhelm, der im Vorstand der Union Asset Management Holding bei der Fondsgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken für das Portfoliomanagement und Immobilien zuständig ist. Das Haus verwaltet Publikumsfonds im Wert von mehr als 34 Milliarden Euro, darunter zahlreiche Spitzenprodukte, wie den ausgewogenen Mischfonds Unirak, der seit Jahren zu den besten zählt.

„Es macht keinen Sinn, in diesem Umfeld Staatsanleihen zu kaufen“

Neben den politischen Einflussfaktoren werden auch steigende Zinsen wieder zu einem Thema. Zumindest in den USA: So hat die US-Notenbank Fed im Dezember 2016 die Zinsen um 0,25 Prozentpunkte erhöht. Nach Aussage der Fed-Chefin Janet Yellen ist mit weiteren Schritten zu rechnen. Gerade die Aktien von Banken könnten von steigenden Zinsen profitieren. In Europa ist ein Anstieg der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank noch nicht in Sicht. Es bleibt trotz der zuletzt steigenden Inflation bei Minuszinsen. „Es macht überhaupt keinen Sinn, in diesem Umfeld Staatsanleihen zu kaufen. Das ist und bleibt ein gefährlicher Markt“, sagt Marc Craquelin, Chief Investment Officer von La Financière de l’Echiquier. Die französische Fondsboutique verwaltet den mit vier Sterne bewerteten Mischfonds Echiquier Arty, der im Schnitt der vergangenen fünf Jahre immerhin 6,4 Prozent per annum erzielt hat. Chancen bieten in diesem Umfeld Unternehmensanleihen, auch weil die Europäische Zentralbank durch ihre Käufe dieser Papiere unterstützt.

Unterm Strich sollten sich Privatanleger also 2017 auf ein turbulentes Börsenjahr einstellen. Doch auf vermeintlich sichere Anlagen auszuweichen, funktioniert nicht. Denn die Zinsen auf herkömmliche Bankprodukte werden nicht einmal ausreichen, um die Preissteigerungsrate auszugleichen. Auch mit sicheren Anleihen kommen Investoren kaum vom Fleck. Deswegen sind Aktien beim Vermögensaufbau ein Muss. Wer hohe Risiken scheut, wählt dabei Mischfonds mit entsprechendem Aktienanteil oder setzt auf Multi-Asset-Lösungen.


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moneymeets unterzeichnet „Berliner Digital-Erklärung“

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Manche Versicherungen benötigen bei einem Maklerwechsel mehrere Wochen, um Daten zu übertragen. Zudem behindern unnötige technische Hürden und eine zögerliche Weiterentwicklung der IT-Prozesse seitens der Assekuranz die Entwicklung innovativer digitaler Dienstleistungsangebote, die offene Systemarchitekturen und unkomplizierten Datenaustausch über standardisierte Schnittstellen benötigen. Die führenden deutschen Insurtechs sehen deshalb Handlungsbedarf und formulieren einen gemeinsamen öffentlichen Aufruf an die etablierten Versicherungsunternehmen. moneymeets ist als Unterzeichner selbstverständlich dabei.

Internet, Smartphone & Co. – die Digitalisierung hat nicht nur unseren Alltag revolutioniert, sie betrifft auch die gesamte Wirtschaft. Während etwa traditionelle Versicherungsunternehmen in weiten Teilen noch in althergebrachten Abläufen verharren, bieten Plattformen wie moneymeets.com auf Basis der neuen Technologien und kundenorientierter Ansätze innovative Angebote im Finanz- und Versicherungssektor an.

Um diese Services für unsere Kunden effizient erbringen zu können, sind wir auf einen reibungslosen digitalen Datenaustausch mit den Versicherungsgesellschaften angewiesen. Hier sehen wir noch deutlichen Nachholbedarf seitens der Versicherer. Deshalb haben wir heute gemeinsam mit über 25 weiteren digitalen Versicherungsdienstleistern, kurz Fintechs, die „Berliner Digital-Erklärung“ veröffentlicht. In dieser fordern wir die Versicherungsbranche gemeinsam dazu auf, bestehende digitale Standards weiterzuentwickeln, um die Abläufe deutlich zu beschleunigen.

Ein Beispiel aus dem Alltag verdeutlicht die Problematik: Aktuell benötigen viele Versicherer mehrere Wochen, um eine Versicherungspolice vom bestehenden Makler auf moneymeets oder einen anderen digitalen Anbieter zu übertragen. Dies führt nicht nur zu unnötigen Verzögerungen, es widerspricht auch europäischen Datenschutz-Grundrechten.

Jeder darf selbst festlegen, wer auf welche seiner Daten zugreifen darf

Der Datenschutz ist in der Europäischen Union in den Grundrechten verankert und umfasst den Schutz der Persönlichkeitsrechte in der Datenverarbeitung, den Schutz der Privatsphäre und die informationelle Selbstbestimmung. Letztere gibt jeder Person das Recht, sich unkompliziert und bequem einen Überblick über die gespeicherten eigenen persönlichen Daten zu verschaffen und sich hierfür auch eines Dienstleisters seiner Wahl zu bedienen. In Bezug auf Versicherungen heißt das für Sie, dass Sie das Recht haben, jederzeit einen Dienstleister wie moneymeets zu wählen, der für Sie fortan Ihre Versicherungsdaten verwaltet. Diese Willenserklärung wird unmittelbar wirksam. Eigentlich sollte es daher so sein, dass Ihr neuer Dienstleister sofort Zugriff auf Ihre Kundendaten erhält, während Ihr früherer Betreuer nicht mehr auf diese zugreifen kann. Aktuell dauern jedoch die Bearbeitungszeiten bei den Versicherungen im Fall von Bestandsübertragungen häufig mehrere Wochen. Diese lange Zeitspanne ist mit europäischem Datenschutzrecht kaum in Einklang zu bringen.

Offene und standardisierte Schnittstellen für einen uneingeschränkten Datenaustausch

Auch beim automatisierten Datenaustausch gibt es deutlichen Nachholbedarf seitens der Versicherungsbranche. Damit Unternehmen wie moneymeets im Anschluss auf die übertragenen Bestände automatisiert und zur Aufbereitung für den Kunden zugreifen können, fordern wir eine grundsätzliche Offenheit der IT-Systeme der Versicherer über standardisierte Schnittstellen. Noch fehlen diese technischen Strukturen, die eine reibungslose Verknüpfung zwischen den alten Versicherungs-Datenbanksystemen mit den modernen IT-Systemen der Insurtechs ermöglichen.

Wir begrüßen ausdrücklich die Eigeninitiative der Versicherungswirtschaft zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen, konstatieren aber eine bisher nur zögerliche Weiterentwicklung der IT-Prozesse seitens der Assekuranz. Diese Verzögerungen sorgen nicht nur für Wettbewerbsnachteile auf Seiten der Fintechs, sie behindern auch die Entwicklung neuer digitaler Diensteistungsangebote im Versicherungswesen. In der Bankenwelt kann jeder durch den Kunden autorisierter Dienstleister in Echtzeit auf die Kontodaten des Kunden zugreifen. Jetzt ist es an den Versicherungen, hier nachzuziehen.

Mit der „Berliner Digital-Erklärung“ machen wir – gemeinsam mit anderen führenden deutschen Insurtechs – auf die aktuellen Missstände in der Branche aufmerksam und richten an die Versicherungswirtschaft die Forderung, diese zu beseitigen. Gleichzeitig sind wir an für alle Seiten praktikablen und akzeptablen Lösungen interessiert und bieten der Branche unsere Hilfe im Umgang mit diesen für Sie, uns und die Versicherungsunternehmen gleichermaßen wichtigen und drängenden Themen an.


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Wenn die Gardinen Feuer fangen

Vergessene Kerzen, offene Kamine – zwischen den Jahren hatten Feuerwehren Hochsaison. Wie gut sind Sie im Ernstfall abgesichert?

Brandmelder prüfen, Feuerlöscher bereitstellen, Kinder warnen: die Tipps der Feuerwehren zur Weihnachtszeit waren vielfältig – denn es ist die Hochsaison für Einsätze. So rückte vor einigen Tagen gegen Mitternacht die Feuerwehr Kassel aus. Ein 40-jähriger Mann hatte Kerzen im Wohnzimmer angezündet und war eingeschlafen. Als er aufwachte, hatten die Gardinen bereits Feuer gefangen und eigene Löschversuche halfen nicht mehr. Er rief die Feuerwehr und klingelte bei den Nachbarn. Der Sachschaden belief sich auf 80.000 Euro. Ähnlich erging es einer 79-Jährigen in Achern. Auch hier hatte eine Kerze in einem unbeobachteten Moment einen Wohnungsbrand ausgelöst. Das Mehrfamilienhaus ist seither unbewohnbar.

Ein Fall für die Gebäudeversicherung

Wer kommt für solche Schäden auf und zahlt für Aufräumarbeiten, Wiederaufbau und verbrannte Gegenstände? – „Die Wohngebäudeversicherung übernimmt die Kosten für Schäden am Gebäude, die durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel verursacht worden sind. Sie ist für jeden Haus- und Wohnungseigentümer unverzichtbar,“ schreibt die Verbraucherzentrale Niedersachsen. Bei einem Brandschaden trägt der Versicherer alle Kosten, um die Immobilie wieder in Stand zu setzen oder wiederaufzubauen. Eingeschlossen sind dabei alle festen Gebäudeteile – also neben Mauern, Dachstuhl und Türen, fest verlegte Teppiche, Tapeten, Wandverkleidungen. Gute Versicherungsverträge schließen auch Aufräum- und Abrisskosten mit ein.

Wichtig: Wenn Hausbesitzer die Quadratmeterzahl des Gebäudes durch Um- oder Anbauten verändern – und beispielsweise den Keller oder das Dachgeschoss ausbauen – sollten sie die Veränderung der Versicherung mitteilen, um eine Unterversicherung auszuschließen.

Hausratversicherung ersetzt Möbel und Geräte

Die zweite wichtige Versicherung für den Brandfall ist die Hausratversicherung. Sie kommt in der Regel für verlorene oder beschädigte Gegenstände innerhalb des Hauses auf. Also für Möbel, Geschirr und Haushaltsgeräte. Auch Bargeld und Wertpapiere gehören dazu – allerdings meist mit einer Obergrenze.

Die Höhe der Entschädigung steht im Versicherungsvertrag. Er sollte dem Wert des eigenen Hausrats entsprechen. Man kann diesen Wert vor Vertragsabschluss entweder selber zusammenrechnen oder pauschal ermitteln lassen. Durchschnittsformel ist eine Annahme von 650 Euro Wert je Quadratmeter Wohnfläche. Bei 80 Quadratmetern Wohnfläche bedeutet das beispielsweise eine maximale Versicherungssumme von 52.000 Euro, die die Versicherung im Schadensfall ersetzt.

Wem das nicht reicht, weil er etwa besonders wertvollen Schmuck oder eine Uhrensammlung zuhause aufbewahrt, sollte davon Fotos machen. Denn der Versicherungsnehmer steht letztlich in der Beweispflicht. Es ist ratsam, sich selbst die Fotos per Email schicken, damit sie im Ernstfall nicht mit verbrennen.

Achtung: Wichtige Klausel beachten!

Wer das Gerangel mit einem Versicherer vermeiden will, achtet darauf, dass  ein sogenannter Unterversicherungsverzicht in der Versicherungspolice festgehalten wird: Dann verzichtet die Versicherung im Schadenfall darauf, den tatsächlichen Wert des Hausrats zu prüfen und übernimmt die entstandenen Kosten ohne Abzug bis zur Höhe der vereinbarten Summe. Lohnenswert ist außerdem der Einschluss einer Klausel zu groben Fahrlässigkeit. Denn nur dann zahlt die Versicherung auch, wenn Sie beim Weggehen vergessen haben, die Kerzen zu löschen.

Ein Teil der eventuellen Mehrkosten für diesen zusätzlichen Schutz können sich Versicherte zurückholen, die ihre Policen bei moneymeets einbinden. Denn durchschnittlich 20 Prozent der Beiträge machen bei Gebäude- und Hausratversicherungen Bestandsprovisionen aus. Davon erstattet moneymeets 50 Prozent.

Wichtig ist es in jedem Fall, den Schaden umgehend bei der Versicherung zu melden. Und auch wenn das Feuer einzelne Gegenstände völlig zerstört hat: Nichts verändern oder wegräumen, bevor der Gutachter der Versicherung da war. Ist das unvermeidlich, etwa um weiteren Schaden zu verhindern, ist es hilfreich, im Schadensfall möglichst viele aussagekräftige Fotos zu machen.


Solide Fondsbestseller 2016

Mischfonds sind die meistverkauften Produkte der Fondsbranche. Zu Recht: Mehrere Flaggschiff-Fonds erzielten 2016 attraktive Renditen. Doch Spitzenprodukte sind schwer aufzuspüren. Denn seit der Finanzkrise blieb in dieser Anlageklasse kein Stein auf dem anderen. Doch Ratingagenturen bieten kaum Orientierung.

Beim Deutschen Fondsverband (BVI) klingt alles noch ganz einfach: 8,3 Milliarden Euro flossen bis Ende Oktober in Mischfonds, 2,3 Milliarden Euro in Dachfonds. Damit sind gemischte Fondsportfolios wie schon 2014 und 2015 auch 2016 die beliebteste Fondskategorie der Deutschen.

26 Mischfondskategorien bei morningstar

Doch für Anleger ist eine Orientierung schwierig. Denn die großen Ratingagenturen tragen wenig zu einer klaren Abgrenzung von klassischen Mischfonds und modernen Multi-Asset oder Absolute Return-Fonds bei. So unterscheidet Morningstar zwar sage und schreibe 26 Mischfondskategorien. Doch für die meist risikobewussten Investoren, die sich für gemischte Portfolios interessieren, machen eigentlich nur die acht Euro-Tranchen Sinn. Die ersten beiden sind defensive Mischungen mit maximal 30 Prozent Aktienanteil, die vor allem konservative Investoren ansprechen. Dynamische Mischfonds mit bis zu 70 Prozent Aktien eignen sich für Risikofreudige und ausgewogene Mischfonds bis zu 50 Prozent Aktien liegen in der Mitte. Bei flexiblen Varianten gibt es keine Vorgaben. Diese Manager verteilen das Vermögen je nach Marktlage auch auf die Aktienmärkte.

 

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Bestseller liefert Top-Performance

Der in Deutschland meistverkauften Fonds ist der Multi Opportunities R des Kölner Vermögensverwalters Flossbach von Storch. Allein 3,7 Milliarden Euro flossen in den ersten zehn Monaten 2016 in die Publikumsfonds des Hauses. Mehr als elf Milliarden Euro verwalten Bert Flossbach und Elmar Peters in diesem Fünf-Sterne-Fonds. Mit 4,8 Prozent Plus im laufenden Jahr schnitt er um 2,6 Prozentpunkte besser ab als der Durchschnitt der Fondskategorie.  8,9 Prozent per annum sind es über drei Jahre. Damit überflügelt der beliebteste Einzelfonds deutscher Anleger den Durchschnitt  sogar um 6,4 Prozentpunkte.Morningstar stuft den Flossbach von Storch Multiple Opportunities als flexiblen Mischfonds ein. Doch schon bei seiner Auflegung im Oktober 2007 war dieses Portfolio kein klassischer Mischfonds, bei dem chancenreiche Aktien mit konservativen Anleihen kombiniert werden. Bert Flossbach nutzte zusätzlich vor allem physisches Gold und Wandelanleihen. Auch derzeit sind 68 Prozent der Mittel in Aktien investiert, zwölf Prozent in Gold und neun Prozent in Anleihen. Der Fonds profitierte 2016 auch von Währungsgewinnen. Der breit gestreute Investmentansatz geht Hand in Hand mit einem ausgefeilten Risikomanagementsystem. An diesem Fonds werden einzig die Gebühren kritisiert. So werden beim Kauf bis zu fünf Prozent Ausgabeausschlag und 1,68 Prozent jährlich verlangt. Ein Vergleich bei moneymeets.com zeigt: Bei Online-Banken wie comdirect, dab-bank oder ebase zahlen Investoren keine Kaufgebühr und von den laufenden Gebühren sind bis zu 0,54 Prozentpunkte Innenprovsion. moneymeets erstattet bis zu 66  Prozent davon. Auch bei den  folgenden Misch- und Absolute-Return-Fonds können Anleger sparen.

Bestperformer mit hohem Risiko

Der absolute Performance-Spitzenreiter bei flexiblen Mischfonds im laufenden Jahr setzt hingegen massiv auf gehebelte Produkte. Der Fonds heißt Acatis Datini Valueflex und erzielte 2016 stolze 20,7 Prozent Plus. 13,1 Prozent per annum schafften der Spitzenmanager Hendrik Leber und sein Team in den vergangenen drei Jahren. Doch dieses Portfolio ist riskanter als viele Aktienfonds: So zählten im November zu den besten Positionen eine Call-Option auf den S&P anlässlich der Präsidentschaftswahl in den USA und eine Call-Option auf Monsanto anlässlich der Übernahme durch Bayer. Werden Derivate nicht nur zur Absicherung eingesetzt, sondern nutzt man sie gezielt für Spekulationen, können diese Hebelprodukte riskanter sein als Aktieninvestments.  Zudem ist 70 Prozent des Aktienfondsvermögens in kleineren Aktien investiert. Technologiewerte machen 43 Prozent aus. Zwei Fonds rangieren also bei Morningstar in derselben Fondskategorie, obwohl sie sich beim Risiko erheblich unterscheiden.

Carmignac Patrimonie liegt wieder vorn

Kein Wunder also, dass viele Anleger offenbar übersehen, wenn die Performance eines Spitzenfonds einbricht. So liegt bei ausgewogenen Mischfonds mit einem Aktienanteil von maximal 50 Prozent der 28-Milliarden-Euro-Fonds Carmignac Patrimonie zwar mit 9,6 Prozent Plus im laufenden Jahr weit vorn. Doch die Erfolgsbilanz fiel in den vergangenen fünf Jahren mit durchschnittlich 2,7 Prozent per annum mager aus. Gewinne bei Devisen, bei Schwellenländeranleihen und Rohstofftiteln haben der Performance 2016 aber offensichtlich wieder auf die Sprünge geholfen.

Starcapital Winbonds glänzt bei den defensiven Fonds

Bei den konservativen Mischfonds mit bis zu 30 Prozent Aktienanteil hatte der Starcapital Winbonds mit 11,9 Prozent Plus ein besonders gutes Jahr. 4,7 Prozent per annum beträgt das mittlere Jahresplus auf drei Jahres Sicht. Zum Vergleich: Im Schnitt schafften defensive Mischfonds auf Eurobasis 2016 nur 0,5 Prozent Plus. Fondsmanager Peter E. Huber sieht für 2017 wenig Spielraum bei Anleihen und große Chancen für Aktien. Dabei wurde der Fondsmanager mehrfach für die Verwaltung seiner Anleihe-Portfolios ausgezeichnet und hat bewiesen, dass er auch in schlechten Zeiten positive Renditen erzielen kann.

Absolute-Return in der Krise?

Ganz anders die Bilanz der Absolute-Return-Produkte, die Anleger bei Morningstar erst einmal finden müssen. Sie  laufen unter den Oberbegriffen Alt-Multistrategy und Alt-Dachfonds-Multistrategy – so verschieden ihre Strategien auch sein mögen. Die Ratingagentur bewertet die Fonds nicht und bietet auch keine durchschnittlichen Performancezahlen für diese Fondskategrien. Die konkurrierende Fondsratingagentur Feri unterscheidet zwar Mischfondskategorien und Multi-Asset-Strategien mit und ohne Verlusttoleranz, veröffentlicht aber lediglich Ratings, keine Fonds-Performancezahlen. Privatkunden zählen hier offenbar nicht mehr zur Zielgruppe.

Doch das schlechte Abschneiden der Dachfonds, die in Absolute-Return-Produkte investieren, lässt Schlimmes ahnen. Von 81 Fonds schneiden nur 24 im laufenden Jahr mit einer positiven Performance ab, zeigt ein Vergleich vom 28. Dezember. Selbst der fast 400 Millionen Euro schwere Sauren  Absolute Return Fund büßt nach vier positiven Jahren  2016 fast neun Prozent ein. Doch das schlechte Abschneiden liegt nicht unbedingt an den Fonds, in die die Dachfondsmanager investieren dürfen, zeigt ein Blick auf die Absolute-Return-Fonds. Immerhin 304 der 533 Absolute-Return-Fonds beenden 2016 mit einem Plus.

Spitzenmanager Klaus Kaldemorgen weit vorn

Weit vorn rangiert das Absolute-Return-Portfolios Deutsche Kaldemorgen Concept von der Deutschen Asset-Management. Fondsmanager Klaus Kaldemorgen verfolgt hier im Prinzip einen Multi-Asset Ansatz, setzt aber klare Grenzen bei Risiken. So soll der Fonds pro Jahr nicht mehr als zehn Prozent verlieren. Die US-Dollar-Tranche des Fonds liegt im laufenden Jahr in punkto Performance mit 14,6 Prozent ganz vorn. Auch die Euro Tranche kann sich mit 7,4 Prozent Plus sehen lassen. Mit inzwischen rund fünf Milliarden Euro Fondsvolumen dürften viele Privatanleger von den jährlich durchschnittlich 5,4 Prozent Wertzuwachs im Drei-Jahres-Mittel profitiert haben.

Diese kleine Bilanz für gemischte Portfolios im Jahr 2016 zeigt: Sowohl bei Mischfonds als bei Absolute-Return-Produkten wählten viele Privatanleger bessere Fonds aus als die Profis. Anleger, die sich bei moneymeets Bestandsprovisionen erstatten ließen, kamen mit einem Mix aus Misch- und Aktienfonds in den vergangenen zwölf Monaten im Schnitt sogar auf mehr als acht Prozent Performance.


Ihre Sparstrategie gegen Altersarmut

Die große Koalition hat sich unlängst auf Modifizierungen der Altersvorsorge verständigt. Bis 2045 will Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) das Rentenniveau bei mindestens 46 Prozent halten – finanziert durch höhere Beitragssätze bis maximal 25 Prozent. Ab 2030 soll ein steuerfinanzierter „Demografiezuschuss“ folgen.

Welche finanziellen Belastungen dadurch auf die junge Generation letztlich zukommen, ist schwer zu sagen. Fest steht: Die Modifikationen ändern wenig an dem Grundproblem, dass nur wenige Deutsche im Alter in der Lage sein werden, ihren heutigen Lebensstandard allein mit der gesetzlichen Rente zu halten. Und das gilt nicht nur für viele Akademiker und Teilzeitkräfte, sondern auch für langjährig Versicherte und Durchschnittsverdiener:

So lag das durchschnittliche Bruttoarbeitseinkommen aller Mitglieder der Deutschen Rentenversicherung 2016 bei 36.267 Euro. Ein alleinstehender 64-jähriger Mann, der keine Kinder hat und gesetzlich versichert ist, käme damit monatlich auf 1.923 Euro netto.  Als Standardrentner, der 45 Jahre den Durchschnittsbeitrag in die Rentenkasse eingezahlt hat, bekäme er wenige Wochen später 1.342 Euro Bruttorente oder 1.197 Euro netto. Obwohl das Rentenniveau bei 46 Prozent liegt, könnte es für ihn also knapp werden.

Was erwartet Versicherte also in 25 oder 30 Jahren?

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Hand auf Herz: Wissen Sie, wieviel Rente Sie bei Ihrem Renteneintritt zu erwarten haben? Die meisten Beitragszahler sind schlecht auf das Alter vorbereitet. Nur 18 Prozent von 15.000 befragten Erwerbstätigen aus 15 Ländern kennen die Höhe ihrer künftigen Rente, zeigt die Ruhestandsstudie der niederländischen Versicherungsgruppe Aegon. Das ist alarmierend. Denn es wird so ziemlich für Jeden künftig eine beachtliche Rentenlücke geben, die durch private Rücklagen zu stopfen ist. Eine Prognose für Ihre Rente entnehmen Sie in einem ersten Schritt den Angaben aus der jährlichen Renteninformation, die jedem über 27-jährigem Mitglied der Deutschen Rentenversicherung zusteht.

Betriebsrente nimmt Fahrt auf

Beitragszahler müssen also in die Altersvorsorge investieren – auch wenn es knapp sein sollte. Dabei macht es Sinn, Steuer- und Abgabefreiheit von Sparbeiträgen möglichst auszunutzen. Denn umso mehr Kapital kann sich verzinsen. Das sind auch die Hauptargumente für eine Betriebsrente, die viele Arbeitgeber anbieten. Sie lohnt sich für Angestellte fast immer, zeigt eine aktuelle Analyse des Online-Verbrauchermagazins finanztip. Leider ist die Steuer- und Abgabenfreiheit auf einen Höchstbeitrag von 2.976 Euro pro Jahr beschränkt, so dass die betriebliche Altersvorsorge nur ein Teil der Sparstrategie sein kann. Sparer berücksichtigen zudem, dass sie Betriebsrenten im Alter – zu einem voraussichtlich niedrigeren Steuersatz – versteuern müssen.  Nach dem aktuellen Gesetzentwurf von Ministerin Nahles erhalten Arbeitgeber zudem künftig Zuschüsse von 72 bis 144 Euro, wenn sie für Mitarbeiter mit einem Lohn unter 2.000 Euro jährlich 240 bis 480 Euro in die betriebliche Altersvorsorge einzahlen. Mitnehmen lautet hier die Devise.

Riester-Rente: Lohnend für Familien und Gutverdiener

Vor allem Eltern können zudem überdurchschnittlich von der Riester-Rente profitieren: Neben einer staatlichen Grundzulage von 154 Euro und steuerlichen Vorteilen erhalten sie zusätzlich für jedes Kind eine Zulage von 185 Euro, für Kinder, die nach 2007 geboren wurden, sind es 300 Euro pro Jahr. Auch für Gutverdiener sind Riester-Verträge interessant. Denn sie können die Kosten bis zu einer Höhe von 2.100 Euro steuerlich absetzen. Riester-Sparer können Fonds, Versicherungen, Bankprodukte besparen oder den so genannten Wohnriester zur Baufinanzierung nutzen. Angebote und Kosten der verschiedenen Anbieter unterscheiden sich jedoch erheblich. Daher lohnt sich ein umfassender Vergleich.

Die Rürup-Rente richtet sich hingegen in erster Linie an Freiberufler und Selbstständige. Wer viel verdient, profitiert von jährlichen Steuervorteilen. Ledige können hier bis zu 22.766 Euro jährlich einzahlen und Steuervorteile nutzen. Bei Verheirateten gilt die doppelte Summe. Bei einer Rentendauer von unter 20 Jahren lohnt sich allerdings die Rürup-Rente nicht. Laut Stiftung Warentest ist in vielen Fällen dann eine freiwillige Abgabe an die gesetzliche Rentenversicherung vorzuziehen.

Bei der privaten Altersvorsorge auf die Kosten achten

Obwohl die gesetzliche Rente vor allem in der jüngeren Generation kaum ausreichen wird, belohnt der Gesetzgeber die private Altersvorsorge noch nicht. Hier zählen also vor allem Performance und Risiko. Wegen der anhaltenden Minizinsen lohnen sich für Neuabschlüsse vor allem Fondssparpläne oder Fondspolicen. Verbraucher sollten bei beiden Varianten Zeit in die Fondsauswahl investieren, die Produkte beobachten und womöglich gelegentlich austauschen. Mit dem passenden Anlagemix aus Aktien- und Anleihenfonds können sie ordentliche Renditen erzielen, ohne Kopf und Kragen zu riskieren. So erzielten moneymeets-Fondsanleger 2016 im Schnitt 8,4 Prozent Performance. Dabei gilt es jedoch hohe Kosten zu vermeiden. Die Finanzplattform moneymeets.com zeigt, wo Anleger Spitzenfonds günstig ordern können und wie sie sich einen Teil der Innenprovisionen erstatten lassen können.

Ähnliches gilt für Renten- und Lebensversicherungen. Hier gibt es nicht nur Abschlussprovisionen. Versicherer vergüten Vermittlern und Maklern alljährlich die Betreuung von laufenden Verträgen. Es lohnt sich, sich einen Teil dieser Bestandsprovision erstatten zu lassen, etwa bei moneymeets.com.


Window Dressing

In den letzten Tagen des Jahres wird es auch an den Finanzmärkten hektisch. Denn viele Fondsmanager versuchen dann kurzfristig die Performance ihrer Portfolios zu verbessern. Was bedeutet dies für die Anleger und wie können sie davon profitieren?

Ein Weihnachtsmärchen Viele Fondmanager werden aktiv, um ihre Portfolios „aufzuhübschen“, bevor das Börsenjahr 2016 sich dem Ende neigt. Ein solches „Window Dressing“ ähnelt der Schaufensterdekoration, die Kunden in die Geschäfte locken soll. Die Fassade scheint auf den ersten Blick ansprechend, doch der Schein kann trügen. Auch die Endabrechnung der Fonds zum Jahresende soll zeigen, was für einen tollen Job der Fondmanager gemacht hat. Denn, auf der Wunschliste der Anleger steht eine gute Performance ganz weit oben. Und diese wird vor allem durch die Aktien erzielt wird, die 2016 besonders hohe Kursgewinne erzielt haben.

Anleger sollen dabei vor allem das Ende des Jahres mit einem guten Gefühl abschließen. Den Portfoliolenkern spielt dabei in die Hände, dass zu dieser Zeit das Handelsvolumen meist deutlich abflacht, weil sich viele Händler in den Weihnachtsurlaub verabschieden. Daher fallen erwartete Kursausschläge oft stärker aus. Doch was bedeutet Window-Dressing für den Investor? Und wie ist dieses Phänomen erkennbar?

2015 haben offenbar viele Manager deutscher Aktienfonds im Dezember zwei solche Titel vermehrt aufgekauft habenTitel mit besonders schlechter Jahresperformance zu dann höheren Kursen nachgekauft, um ihre Verluste mit diesen Aktien zu begrenzen. Auch die Top-Performer Adidas und Infineon konnten Ende 2015 ihre Gewinne weiter ausbauen. Um das Phänomen Window-Dressing bei Managern deutscher Aktienfonds aufzuspüren, hilft es also die Aktien mit der besten und schlechtesten Performance im Geschäftsjahr 2015 zu kennen:

Die Top-Drei-Aktien 2015 im Dax Adidas (+ 55 Prozent), Infineon (+ 52 Prozent) und Fresenius (+ 48 Prozent) lieferten die höchsten Kursgewinne. Alle drei Titel legten im September eine Verschnaufpause ein, als aufgelaufene Gewinne realisiert wurden. Die größten Verlierer im Dax waren RWE (- 55 Prozent) und E.On (- 36 Prozent), gefolgt von Volkswagen (- 6,6 Prozent). Die drei Verliereraktien sorgten auch 2016 für wenig Freude bei den Anlegern. Im Dezember 2015 bewegte sich E.On kaum, RWE legte hingegen um 6,7 Prozent zu. Volkswagen stieg sogar um 27 Prozent.

Die ehemalige Fondmanagerin und Bestsellerautorin Susan Levermann, beschreibt in ihrem Buch „Der entspannte Weg zum Reichtum“ Window-Dressing aus der Position einer langjährigen Insiderin. Demnach kommen am Ende eines Berichtszeitraums selbst einige erfahrene Fondmanager in die Bredouille. Vor allem, wenn ohne solche Verschönerungsmaßnahmen ersichtlich wird, dass der Markt offensichtlich falsch eingeschätzt wurde und bisher die „falschen“ Titel im Portfolio liegen.

Verbreitet bei Underperformern Besonders stark untersucht wurde das Phänomen bisher vor allem bei US-Fonds. Das Kölner Centre for Financial Research (CFR) der Universität Köln, untersuchte zuletzt 2014 den Zusammenhang zwischen US-Fondmanagern und Window-Dressing. Dabei wurden 2.623 US-amerikanische Fonds zwischen 1997 und 2008 analysiert. Das Forscherteam fand unter anderem heraus, dass es einen messbaren Zusammenhang zwischen Window-Dressing-Aktivitäten und abnehmender Fondmanagementqualität gibt. Im Klartext: Fondmanager versuchen vor allem ihre bescheidene Performance durch die Aufnahme von attraktiven Titeln zu verbessern, um für anstehende Rechtfertigungen gerüstet zu sein. Daher sollten Anleger ihre Fonds auf verdächtige Käufe von Gewinneraktien oder Verliereraktien kurz vor Jahresende untersuchen.

Denn liegen die Aktien im Depot, die im abgelaufenen Jahr am besten gelaufen sind, zeigt das natürlich , dass der Fondsmanager den richtigen Riecher hatte. Das gilt natürlich nur, wenn solche Werte rechtzeitig gekauft wurden und vom überdurchschnittlichen Kursanstieg profitieren konnten. Anleger sollten also die größten Gewinner und Verlierer im Vergleichsindex betrachten und das Börsenjahr 2016 Revue passieren lassen. Vergleichen Sie dann anhand der Quartals- und Halbjahresberichte, wann der Fondsmanager diese Titel gekauft hat.

Wie Sie 2016 profitieren Auch für Aktienkäufer lohnt sich ein Blick auf die Top-Aktien des Jahres. Denn, diese Titel werden in den nächsten Wochen voraussichtlich vermehrt ins Portfolios geholt und haben Aufwärtspotenzial. Aber auch schwache Aktien können stark aufgekauft werden, wenn Portfoliomanager Anfang des Jahres auf diese Aktien gesetzt haben und ihre Verluste durch günstigere Nachkäufe begrenzen wollen.

Im Dax entwickelte sich 2016 mit Abstand die Adidas-Aktie am besten, die bisher um 60 Prozent zulegte. Nach einem Vorstandschefwechsel und der Anhebung der Konzernprognose stieg ihr Kurs. Auf Platz zwei und drei folgen Linde (plus 14 Prozent) und Heidelberg Cement (plus 12 Prozent).

Die größten Dax-Verlierer sind bisher die Deutsche Bank (minus 37 Prozent), Pro Sieben Sat 1 (minus 35,7 Prozent) und die Commerzbank (minus 34 Prozent).

Sollten Sie planen sich von Fonds zu trennen, kann Window-Dressing auch als Timing-Indikator genutzt werden. Anstehende Fondverkäufe sollten daher erst im Januar 2017 vorgenommen werden. Fondskäufe lohnen hingegen im Dezember. Ein Vergleich bei moneymeets.com, zeigt wie Anleger Fonds ohne Ausgabeaufschlag kaufen können und wieviel Bestandsprovisionen (Kickbacks) sie sich erstatten lassen können.


Kurzgutachten zum Provisionsabgabeverbot

Derzeit ist eine heiße Diskussion um die deutsche Umsetzung der europäischen Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD entbrannt. Darüber, ob der vorliegende Entwurf hinsichtlich Kundenschutz, Transparenz und Verbesserung der Beratungsqualität gelungen ist, herrschen konträre Meinungen. Auch moneymeets bezweifelt, dass die aktuelle Fassung mit den Prinzipien des BGB vereinbar und europarechtskonform ist. Nun legt moneymeets-Anwalt Dr. Hans-Jörg Schultes ein entsprechendes Kurzgutachten vor.

Die Gültigkeit des derzeit kraft Verordnungen geltenden Provisionsabgabeverbotes ist bis Ende Juni 2017 befristet. Bis zu diesem Zeitpunkt soll der Gesetzgeber das europäische Recht zusammen mit einer Reihe weiterer Verordnungen umsetzen. Jetzt wurde ein Entwurf des neuen Gesetzes öffentlich gemacht, der jedoch die eigentlichen Probleme, nämlich die Konformität mit höherstehendem Recht, nicht löst, sondern nur verlagert.

moneymeets hat sich in diesem Jahr erfolgreich vor Gericht gegen die bestehende Fassung des Provisionsabgabeverbots gewehrt und gezeigt, dass es derzeit weder dem BGB noch dem Grundgesetz entspricht und darüber hinaus europäischem Recht zuwiderläuft. Im kommenden Jahr soll nun die Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD folgen und damit eigentlich eine Korrektur der bestehenden Problematik. Ein aktueller Entwurf des neuen Gesetzes zeigt jedoch, dass der Gesetzgeber dieses Ziel womöglich nicht erreichen wird und stattdessen für neue Probleme sorgen könnte, wie das Gutachten nun feststellt.

„Hinsichtlich des bestehenden Provisionsabgabeverbotes ist festzustellen, dass es mit Regelungen des BGB kollidiert, verfassungswidrig ist und zudem dem Vorrang beanspruchenden Europarecht zuwiderläuft. Für das nunmehr vorgesehene gesetzliche Provisionsabgabeverbot gilt nichts anderes; durch die Aufnahme ins formelle Gesetz ändert sich der vorgenannte Befund nicht“, erklärt Dr. Hans-Jörg Schultes. Der moneymeets-Anwalt sieht viele Fehler, die den Interessen der Vermittler und der Verbraucher gleichzeitig zuwiderlaufen.

Sein Ergebnis ist daher eindeutig: Auch in der neuen Fassung ergibt sich keine Änderung an den Widersprüchen des Provisionsabgabeverbots zu den Rechtsnormen des BGB, des Grundgesetzes und des Europarechts. Der Gesetzgeber sollte aus diesen und weiteren Gründen auf die Einführung des Provisionsabgabeverbots in der aktuell vorgesehenen Form verzichten.