Das moneymeets-Gewinnspiel des Monats!

Jeden Monat verlosen wir hier interessante, aktuelle Neuerscheinungen.

© Thomas Reimer - Fotolia.com

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Unter den Kunden, die in der Zeit vom 23.09.16 – 15.10.2016, ihre Versicherungen auf moneymeets einbinden,
verlosen wir fünf mal den Ratgeber „Was zu tun ist, wenn es so weit ist„, von Thomas Gebert. 

Machen Sie mit und binden Sie jetzt Ihre Versicherungen ein!

 

 

Teilnahmebedingungen

Was zu tun ist, wenn es soweit ist

 

 


Gefährlicher Schlendrian bei der Haftpflicht

Viele Deutsche sind ausgerechnet beim wichtigsten Risikoschutz unterversichert. Denn Millionen verfügen noch über alte Policen.

Viele Deutsche sind ausgerechnet beim wichtigsten Risikoschutz unterversichert. Denn Millionen verfügen noch über alte Policen.

Wenn Ihr neunjähriger Sohn mit seinem nagelneuen Skateboard begeistert davonbraust – und direkt in einem parkenden Auto landet, müssen Sie für den Schaden voraussichtlich aufkommen. Auch wenn Sie über eine rote Ampel rennen, um den Bus noch zu erreichen, haften Sie mit ihrem ganzen Vermögen, falls es dabei zu einem Unfall kommt. Und wird jemand in solchen Fällen verletzt und zieht sich womöglich bleibende Schäden zu, können finanzielle Forderungen auf Sie zukommen, die in manchen Fällen existenzbedrohende Größenordnungen annehmen.

Eine private Haftpflichtversicherung springt bei solchen Schäden meist ein. Sie sollte daher für jeden Erwachsenen ein Muss sein. Dennoch sind in Deutschland nur sieben von zehn Privathaushalten versichert. Etwa ein Drittel der Bevölkerung verzichtet auf diesen Risikoschutz. Und ein Gutteil jener, die eine private Haftpflichtpolice haben, verfügt noch über alte Verträge, bei denen die Deckungssummen oft sehr niedrig angesetzt sind und für große Schäden nicht reichen.

© Sergey Nivens - Fotolia.com

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„Niemand sollte auf eine private Haftpflichtversicherung verzichten oder die Versicherungssumme zu niedrig wählen,“ rät moneymeets-Geschäftsführer Dieter Fromm. Als Faustregel gilt: Die Deckungssumme bei Sach- und Personenschäden sollte fünf Millionen Euro je Schadensfall nicht unterschreiten. Ein möglichst hoher Schutz ist sinnvoll, damit der Versicherte und seine Familie auch bei einer richtig teuren Katastrophe nicht zur Kasse gebeten werden.

Verbraucherschützer raten, alte Verträge regelmäßig zu prüfen: Bei Familien sollten deliktunfähige Kinder mitversichert sein. Denn wirft der dreijährige Sohn etwa mit Begeisterung das Tablet der Babysitterin ins Wasser, ist er vor dem Gesetz zwar noch nicht deliktfähig und niemand muss für den Schaden aufkommen. Den persönlichen Beziehungen ist das allerdings nicht zuträglich. Wichtig ist außerdem eine Forderungsausfalldeckung. Sie deckt Schäden ab, die ein einem von mittellosen Dritten zugefügt werden. „Neue Verträge sind oft billiger und gleichzeitig besser. Wechseln lohnt sich in vielen Fällen,“ lautet hier das Urteil von Finanztest.

Die Versicherungskosten belaufen sich dabei auf 50 bis 100 Euro pro Jahr. Und bei guten privaten Haftpflichtversicherern kostet eine Erweiterung von drei auf 50 Millionen Euro Versicherungssumme nur rund zehn Euro mehr im Jahr. Wer bei der Haftpflicht sparen will, kann sich etwa bei moneymeets.com lieber einen Teil der Bestandsprovision erstatten lassen.


Wie Konservative Ihre Rendite verdoppeln

Die Chancen bei Anlagen mit mäßigem Risiko sind moderat. Doch wer auf die Gebühren achtet, kann seine Erfolgsaussichten erheblich verbessern.

© Rob hyrons - Fotolia.com

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Viele Anleger, die früher vor allem mit Festgeld gespart haben, investieren angesichts der derzeitigen Minizinsen in Fonds. Auch der Pensioner Gerd J. aus Hamburg kaufte 2014 über seine Hausbank Anteile an einem Mischfonds, der jedoch nicht so lief wie gedacht. Ein Jahr später wechselte er daher in einen offenen Immobilienfonds. Beide Male zahlte er fünf Prozent Ausgabeaufschlag. „Jetzt will mein Kundenbetreuer schon wieder einen Termin ausmachen. Dabei habe ich nur draufgezahlt“, sagt Gerd J. Und dieser genervte Kunde einer Großbank ist keineswegs ein Einzelfall.

„Bei Investments mit moderatem Risiko sind die Renditechancen begrenzt,“ warnt Dieter Fromm, Geschäftsführer der Finanzplattform moneymeets: „Wer nicht auf die Kosten achtet, erlebt oft ein böses Erwachen.“

Tatsächlich verdienten die drei größten offenen Immobilienfonds im Schnitt der vergangenen drei Jahre knapp 2,5 Prozent per annum. Ohne Gebühren hätten 10 000 Euro also nach fünf Jahren 1 300 Euro Ertrag gebracht. Doch beim Kauf wird ein Agio von meist fünf Prozent fällig.
Das minderte das Plus auf 1,5 Prozent jährlich oder insgesamt 775 Euro Gewinn.

Doch wer auf Beratung verzichtet, hat erhebliches Sparpotenzial, zeigt die Webseite moneymeets.com, die detaillierte Gebühreninformation zu Tausenden Fonds bietet. Wer hier etwa den Namen des milliardenschweren offenen Immobilienfonds „hausinvest“ in den Fondsfinder eingibt, sieht:  Das Sparpotenzial beim Ausgabeaufschlag liegt bei 100 Prozent, bei 10 000 Euro Anlagesumme sind das 500 Euro. Doch es wird wie bei jedem Fonds auch bei diesem Produkt eine Jahresgebühr direkt von der Performance abgezogen. Ein Teil davon, die Innenprovision, fließt an den Vertrieb. Das sind beim hausinvest bis zu 0,37 Prozent per annum. Davon können sich Anleger bis zu 0,25 Prozentpunkte erstatten lassen. Das wären in unserem Beispiel über fünf Jahre 120 Euro.

Unterm Strich hätten Anleger in unserem Beispiel so ihre Rendite auf 2,7 Prozent per annum oder insgesamt 1420 Euro Ertrag erhöht. Sie würden sie damit fast doppelt soviel verdienen wie weniger kostenbewusste Anleger, die die vollen Gebühren zahlen.


Lebensversicherung – nein, danke?

Die Neuabschlüsse bei kapitalgebundenen Lebensversicherungen sinken aus gutem Grund.
An Altverträgen sollten Kunden aber festhalten.

© momius - Fotolia.com

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Seit Generationen war die Lebensversicherung das liebste Vorsorgeprodukt der Deutschen. Doch Sparer verlieren immer mehr die Lust auf die kapitalbindenden Policen. Das zeigt das statistische Jahrbuch der Gesamtverbands des deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). So sank im vergangenen Jahr der Bestand an Lebenspolicen im Vergleich zu 2014 um 1,7 Prozent auf 86,7 Millionen. Doch das Neugeschäft schwächelt. 2015 wurden nur noch fünf Millionen neue Policen abgeschlossen. Das Minus zum Vorjahr beträgt 7,9 Prozent.

Erschreckend: Auch der Bestand an Riester-Versicherungsverträgen ist rückläufig. Es gab im vergangenen Jahr nur noch 372.600 neue Verträge. Zum Vergleich: 2006 und 2007 lagen die Neuabschlüsse jeweils noch bei mehr als zwei Millionen Verträgen.

Schuld am sinkenden Interesse ist das Zinstief. Denn damit fallen auch die Renditen der klassischen kapitalbildenden Policen. Im Marktdurchschnitt ist die Überschussbeteiligung dieses Jahr erstmals unter die Marke von drei Prozent gefallen. Auch bei den Garantien geht es abwärts. Der Höchstrechnungszins wird bei Neuabschlüssen von 1,25 Prozent ab 2017 auf 0,9 Prozent fallen.

Und weil sich Angaben zur Verzinsung immer nur auf den Sparanteil der Beiträge beziehen – Kosten für die Verwaltung und Vertrieb werden immer abgezogen – muss, wer jetzt abschließt, jahrzehntelang einzahlen, um eine garantiert positive Rendite zu erwirtschaften. Viele Verbraucherschützer raten daher vom Einstieg in die Policen ab.

„Doch die Altersvorsorge ist für die Meisten keineswegs erledigt,“ warnt Dieter Fromm, Geschäftsführer der Finanzplattform moneymeets. Nach den aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts steigt die statistische Lebenserwartung, die ein 65-Jähriger noch hat, weiter an und das erhöht auch die zu erwartende Bezugsdauer für die Rentner. Für Jüngere ein weiterer Grund, warum die Rentenlücke größer wird. Nichts zu tun, ist daher die schlechteste Lösung.

Für Einsteiger bieten sich entweder die neuen Garantiemodelle der Lebensversicherer an, die allerdings kaum vergleichbar sind und meist noch keine längere Erfolgsbilanz vorweisen können. Auch Sparpläne mit Fonds sind eine interessante Alternative. So erzielten defensive Mischfonds, die in bis zu 30 Prozent Aktien investieren, im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre etwa 4,5 Prozent Rendite jährlich. Dennoch gibt es keine Rendite mehr ohne Risiko. Oder doch?

„An Altverträgen sollten Kunden bei kapitalgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen unbedingt festhalten,“ rät Fromm weiter. So garantierten Versicherer in kapitalgebundenen Policen Ende der neunziger Jahre noch vier Prozent Zins per annum. Selbst bei Verträgen, die etwas später abgeschlossen wurden und bei denen der Höchstrechnungszins etwas niedriger ausfällt, sind solche Policen oft eine der letzten Möglichkeiten, um mit soliden und vorhersehbaren Zinsen Vermögen für die Rente aufzubauen.


Terminsache Kontowechsel

Ab dem 18. September 2016 müssen Banken helfen, Daueraufträge, Lastschriften und Co. auf ein neues Girokonto umzustellen.

© tashka2000 - Fotolia.com

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Wer sich über seine Hausbank ärgert, kann jetzt einfacher das Girokonto wechseln. Bisher erschien die Umstellung von Daueraufträgen und Lastschriften vielen als zu aufwendig, zeigen Studien. Doch ob Sparkassen, Volksbanken, Geschäftsbanken oder reine Onlinebanken:  Nach dem neuen Zahlungskontengesetz wird es deutlich einfacher, ein Girokonto zu übertragen. Denn alte und neue Bank müssen dabei helfen. Und damit das neue Konto zügig einsatzbereit ist, gibt das Gesetz genaue Fristen vor.

Bankkunden können den Wechsel dabei komplett von ihrer neuen Bank aus steuern. Dafür eröffnen sie ein Konto und ermächtigen beide Institute mit entsprechenden Formularen zur Kontowechselhilfe. Zudem bestimmen sie ein Datum, wann die alte Bank Lastschriften und eingehende Überweisungen nicht mehr akzeptieren, Daueraufträge nicht mehr ausführen und das restliche Guthaben auf das neue Konto überweisen soll. Danach beginnt der Countdown:

Zwei Geschäftstage: In dieser Frist muss die neue Bank bei ihrer früheren Hausbank eine Liste der bestehenden Daueraufträge, der vorhandenen Lastschriftmandate und eine Liste der verfügbaren Informationen über eingehende Überweisungen und Lastschriften aus den vergangenen 13 Monaten einfordern.

Fünf Geschäftstage: In dieser Zeit muss die alte Bank die Informationen zur neuen Bank und zu Ihnen schicken.

Weitere fünf Geschäftstage: Mehr Zeit räumt der Gesetzgeber der neuen Bank nicht ein, um gewünschte Daueraufträge einzurichten, Lastschriften zu akzeptieren und Einzahlern wie Ihrem Arbeitgeber das neue Konto genannt zu haben. Sollte die neue Bank dafür noch nicht alle Informationen haben (zum Beispiel Postanschriften), muss sie sie rechtzeitig bei Ihnen oder der früheren Bank nachfordern. Gleiches gilt für Lastschriften von Ihrem alten Konto: Geldempfänger müssen ebenfalls informiert und mit einer Kopie der Ermächtigung versorgt werden.

Danach muss das neue Konto laufen. Und sollte sich eine der Banken sperren, ist das ein Fall für die Verbraucherzentralen. Entgelte dürfen beide Banken für diesen Service übrigens nur erheben, wenn sie das mit Ihnen vereinbart haben.


Wenn die Wohnung leer geräumt ist…

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Das übernimmt die Hausratversicherung nach einem Einbruchdiebstahl

Die amtliche Statistik ist nicht gerade beruhigend. Rund 150.000 Einbruchdiebstähle in Deutschland zählt die Polizei Jahr für Jahr. Bisweilen werden Wohnungen und Häuser komplett leer geräumt, manchmal lassen die Einbrecher allein Geld und Wertgegenstände wie Schmuck, Uhren und Goldmünzen mitgehen. Allzu oft verwüsten die Einbrecher eine Wohnung oder ein Haus auch nur, falls sie nicht viel finden, was sich zu Geld machen lässt. Nicht wenige dieser Einbruchdiebstähle ereignen sich übrigens in den Sommermonaten, also während der Urlaubszeit, sobald sich die Bewohner an Stränden oder in den Bergen ihre schönsten Wochen des Jahres gönnen. Wer dann keine gute Hausratversicherung hat, bleibt auf dem Schaden, der nicht selten ein paar Zehntausend Euro beträgt, sitzen.

Grundsätzlich gilt: Die Hausratversicherung bezahlt den Wiederbeschaffungspreis und nicht den früheren Kaufpreis. Im Leistungsumfang einer Hausrat-Police enthalten sind etwa gestohlenes Mobiliar, wozu auch hochwertige Elektrogeräte zählen, sowie ebenfalls Kleidungsstücke. Außerdem Gegenstände, die nicht in der Wohnung stehen, sondern im Keller oder in einer Garage gelagert werden. Zudem übernimmt der Versicherer auch Kosten, die eher indirekt im Zusammenhang mit dem Einbruchdiebstahl stehen. Zum Beispiel die Reparatur beschädigter Möbelstücke oder zerbrochener Fenster und Türen. Wichtig: Sind Einrichtungsgegenstände nicht völlig zerstört, sondern nur beschädigt, so dass sie noch brauchbar sind, gibt’s vom Versicherer in der Regel eine sogenannte Wertminderung.

Voraussetzung für eine reibungslose Schadenregulierung durch den Hausratversicherer ist, dass der Geschädigte seine Pflichten, im Jargon auch „Obliegenheiten“ genannt, beachtet. Einbruchdiebstähle müssen umgehend beiden, der Polizei und dem Hausratversicherer, gemeldet werden. Und:  Bestohlene müssen besser heute als morgen entwendete Kredit- und Scheckkarten sperren lassen. Wichtig überdies: die Auflistung gestohlener und beschädigter (Wert-) Gegenstände in einer „Stehlgutliste“. Eine solche braucht der Versicherer zur Schadenregulierung.

Achtung: Wer sehr wertvolle Dinge wie Schmuck, Uhren oder Goldmünzen daheim verwahrt, sollte schon frühzeitig Vorkehrungen für den möglichen Ernstfall treffen. Indem er jedes Schmuckstück, jede Uhr und jede Münze mit Foto, Kaufbeleg und kurzer Beschreibung dokumentiert. Das vermeidet möglichen Stress mit dem Hausratversicherer. Tipp: Besonders wertvolle Stücke sind bei vielen Hausratversicherern nicht im üblichen Leistungsumfang enthalten. Wer Brillis, Rolex & Co. daheim und nicht im Banksafe aufbewahrt, sollte deshalb mit seinem Hausratversicherer abklären, wie der Versicherungsschutz erweitert werden kann, so dass auch der Diebstahl solcher Wertgegenstände abgedeckt ist.


Born to be wild

Motorradversicherung: Was Biker wissen sollten

© olly - Fotolia.com

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Der Sommer ist da, das Wetter wird besser. Wenn auch vielleicht nur für ein paar Tage. Einige sonnige Wochenenden reichen aber völlig, damit Motorradfahrer wieder nervös werden. Raus mit dem Bike in die Natur, am besten in bergige Gegenden mit vielen Serpentinen. So erfahren und geschickt ein Biker auch sein mag, ganz ungefährlich sind die Trips auf den zwei PS-starken Rädern nicht. Deshalb: Bevor es rausgeht ins Grüne, am besten erneut prüfen, ob der Versicherungsschutz noch passt.

Das müssen Biker in puncto Motorradversicherung beachten:

Versicherungsbeitrag. Vergleichbar der Kfz-Versicherung hängt die Beitragshöhe einer Motorradpolice von unterschiedlichen Kriterien ab. Nämlich vom Hubraum des Bikes, der Regionalklasse entsprechend dem Wohnort des Motorradfahrers sowie dessen Schadenfreiheitsklasse. Überdies gewähren die Assekuranzen oft in bestimmten Fällen Beitragsrabatte, einmal mehr ähnlich den Tarifen bei der Kfz-Versicherung. Beitragsnachlässe gibt es zum Beispiel, sobald der Biker sein Zweirad nicht draußen, sondern in einer Garage parkt. Ist er verheiratet, gibt’s ebenfalls einen Preisnachlass. Die Unterstellung des Versicherers: Wer als Biker Kind & Kegel hat, fährt vorsichtiger. Schließlich: Ist bereits das eigene Kfz versichert, gibt’s ebenfalls Beitragsrabatt.

Wer fährt? Versicherer kalkulieren so: Je kleiner der Fahrerkreis, desto geringer das Schadenrisiko. Tipp deshalb für Biker, die den Versicherungsbeitrag reduzieren wollen: Ist der Versicherungsnehmer der einzige Fahrer des Bikes und vereinbart er dies mit seinem Versicherer, so lassen sich, abhängig vom Anbieter, weitere rund 100 Euro Versicherungsprämie jährlich sparen.


Welche Versicherungen nach Unwetterschäden zahlen

Starke Stürme, heftige Böen, steife Brisen

Sie heißen Niklas, Xaver oder Christian. Die Namen wirken alles andere als bedrohlich. Doch der Schein kann trügen. Denn Niklas, Xaver und auch Christian hießen Stürme, die über Deutschland hinweggefegt sind. Und „Kyrill“ war einer der schlimmsten. Am 18. und 19. Januar 2007 raste der Orkan mit diesem Namen über Europa durch und hinterließ ein Bild der Verwüstung.

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In Deutschland verursachte „Kyrill“ Sachständen von weit mehr als 1 Milliarde Euro. Betroffen waren in der Hauptsache Wohngebäude, also Ein- und Mehrfamilienhäuser. Weil die Beseitigung von Sturmschäden im Einzelfall einen hohen fünfstelligen Eurobetrag oder noch mehr kosten kann, ist eine Wohngebäudeversicherung mit einem möglichst lückenlosen Leistungsumfang für den Immobilieneigentümer existenziell nötig. Doch nicht nur eine Wohngebäude-Police kann vor bösen finanziellen Überraschungen schützen, sobald Niklas, Kyrill oder unter welchen Namen auch immer die künftigen Stürme und Orkane ihr Unwesen treiben. Die Details:

Wohngebäudeversicherung. Zum Leistungsumfang zählt nicht nur die Übernahme der Reparaturkosten eines abgedeckten oder beschädigten Daches. Der Versicherer zahlt in der Regel auch die Folgekosten etwa für die Beseitigung von Schäden durch in ein Gebäude eintretendes Regenwasser. Tipp: Prüfen Sie anhand Ihrer Versicherungsbedingungen, ob auch die Aufräum- und Abbruchkosten nach Verwüstungen durch einen Orkan inbegriffen sind. Nicht nur das Haupthaus, auch Nebengebäude wie das heimelig gestaltete Gartenhaus, Carports und Garagen sollten in den Versicherungsschutz einbezogen werden.

Übrigens: In puncto Windstärke hat jeder Mensch seine eigenen, deshalb subjektiven Empfindungen. Was der eine etwa als handfesten Sturm empfindet, ist für den anderen nur ein laues Lüftchen. An „gefühlten“ Windstärken orientieren sich Wohngebäudeversicherer allerdings nicht. Relevant ist ein Sturm für den Versicherer erst ab Windstärke 8. Dies entspricht umgerechnet einer Windgeschwindigkeit von mindestens 62 Kilometern pro Stunde. Der Versicherungsnehmer muss allerdings die Windstärke nicht selbst messen. Zum Nachweis reicht die von einer regionalen Wetterstation aufgezeichnete Sturm- oder Windstärke. So eine Entscheidung des Oberlandesgerichts (OLG) Karlsruhe unter dem Aktenzeichen 12 U 251/04.

Bauleistungsversicherung. Erfahrungsgemäß sind noch nicht fertiggestellte Immobilien besonders schadenanfällig bei Stürmen und Orkanen. Bauherren treffen Vorsorge durch den Abschluss einer Bauleistungsversicherung. Nach einem Sturm oder Orkan zahlt der Versicherer zerstörte Bauteile und/oder Baustoffe. Überdies sind durch die Police auch Handwerkerlöhne abgedeckt, damit der vorherige Zustand wieder hergestellt wird.

Hausratversicherung. Diese zahlt in der Regel, sobald der Sturm oder Orkan das Dach abgedeckt hat, in dieser Folge das Mobiliar und/oder andere Einrichtungsgegenstände zerstört wurden, die deshalb nicht mehr brauchbar sind. Doch Vorsicht: Hausratversicherer achten sehr darauf, dass der Versicherungsnehmer seine Sorgfaltspflichten erfüllt hat. Wer vergisst, die Fenster zu schließen, wird mit dem Versicherer Probleme bekommen, falls Teppiche, Parkettboden und Möbel durch einen Starkregen komplett versaut und deshalb nicht mehr zu gebrauchen sind.

Kfz-Versicherung. Auto- und Motorradfahrer müssen entscheiden, ob als Versicherungsschutz die Kfz-Teilkasko oder die Kfz-Vollkasko reicht. Deren Leistungen unterscheiden sich nach Sturm- oder Orkanschäden am Vierrad oder Zweirad erheblich. Konkret: Ab Windstärke 8 zahlt die Teilkasko Sturmschäden. Die Kfz-Vollkasko-Versicherung leistet hingegen bereits bei weniger als Windstärke 8. Bezahlt werden in beiden, also der Kfz-Vollkasko und Kfz-Teilkasko, Schäden am Auto oder Motorrad, die durch meist schwere und herumfliegende Gegenstände wie Ziegelsteine oder große Äste verursacht werden. Wichtig: Wer bei einem Orkan oder einem Sturm noch unterwegs ist und dabei einen Unfall baut, bekommt nur von der Vollkasko die Schäden am eigenen Fahrzeug ersetzt. Und: Abzuziehen von den Gesamtkosten ist die sogenannte Selbstbeteiligung, die Auto- oder Motorradfahrer in der Regel vereinbaren, um die Versicherungsbeiträge zu drücken.

Private Haftpflicht. Der Klassiker, den es nicht allein ins Slapstick-Filmen gibt: Auf dem Balkon stehen etliche schwere Blumentöpfe, die bei stürmischem Wetter heruntergefegt werden und einen Fußgänger treffen. Oft bleibt es nur bei einer Beule am Kopf. Falls aber Schlimmeres passiert, kann dies schnell zum finanziellen Ruin des Verursachers bzw. Verantwortlichen führen. Heißt: Wer die Blumentöpfe bei einem Sturm oder Orkan nicht vom Balkon nimmt oder diese wenigstens festzurrt, der haftet im Zweifel mit seinem gesamten Vermögen für Schäden. Knallt der schwere Blumentopf während eines Sturms auf ein Autodach, mag dies absolut gesehen nicht besonders teuer werden. Anders hingegen bei einem Menschen, der zu Schaden kommt und deshalb ein Leben lang behindert und erwerbsunfähig ist. In solchen Fällen übernimmt die private Haftpflichtversicherung die Kosten.

Pflichten des Versicherungsnehmers, auch „Obliegenheiten“ genannt. Schäden müssen „unverzüglich“ gemeldet werden. Entweder telefonisch oder per E-Mail. Genaue und bis ins Detail gehende Angaben sind hier noch nicht nötig, die können später schriftlich nachgereicht werden. Weitere Pflicht: Versicherungsnehmer müssen zumindest provisorische Maßnahmen treffen, um Folgeschäden zu vermeiden. Etwa wenn der Sturm das Dach teilweise oder komplett abgedeckt hat und es deshalb ordentlich ins Haus hineinregnet.


Nicht nur am Ballermann – Die Vorteile einer „Mallorca-Police“

Schön und erholsam sind die schönsten Wochen des Jahres nicht immer. Etwa sobald der Urlauber auf der Suche nach Land und Leuten mit seinem Leihwagen einen Unfall baut. Das ist oft weniger harmlos als gedacht. In puncto Kfz-Versicherung gilt nämlich: Maßgebend sind die rechtlichen Vorgaben im Urlaubsland. Genau dies ist das Problem. Denn in vielen anderen europäischen Ländern sind die Deckungssummen bei der Kfz-Haftpflichtversicherung deutlich niedriger als in Deutschland. Das Risiko: Sobald ein Urlauber mit seinem Mietwagen einen Unfall mit sehr hohem Sach- oder gar Personenschaden verursacht, muss er möglicherweise mit seinem gesamten Vermögen haften, falls die Deckung der Kfz-Haftpflicht vor Ort nicht ausreicht.

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Ausweg: Die „Mallorca-Police“. Dahinter verbirgt sich eine Zusatz-Versicherung zur deutschen Kfz-Haftpflicht. Diese „Mallorca-Police“ hievt die Deckung auf das in Deutschland vom Gesetzgeber geforderte Niveau bei Personen- und Sachschäden. Eine solche Zusatzdeckung ist jedoch nicht immer nötig. Nämlich sobald die Kfz-Haftpflicht in Deutschland sowieso einen erweiterten Versicherungsschutz mit ausreichender Deckung auch für das europäische Ausland vorsieht.

Anders als die Bezeichnung nahelegt, gilt besagte „Mallorca-Police“ nicht nur auf den Balearen, sondern überall in Europa. Und dies nicht nur im Urlaub, sondern auch wenn sich Geschäftsreisende vor Ort einen Leihwagen mieten. Anders sieht die Sache in den Ländern außerhalb Europas aus. Wer dort mit einem Leih- oder Mietwagen unterwegs ist, sollte als Erstes erneut in seine Kfz-Haftpflicht-Police schauen, ob diese einen weltweiten Schutz mit deutschem Deckungsniveau bietet. Falls nicht, sollte der Urlauber bzw. Geschäftsreisende mit seinem Versicherer sprechen, ob und wie er aus der herkömmlichen Kfz-Haftpflicht eine „Traveller-Police“ machen kann.


Save the Date: Webinar mit moneymeets

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Am 14.10.2016 um 10 Uhr startet für professionelle Anleger ein Webinar von diefondsplattform.de mit moneymeets.

Dort sprechen Dieter Fromm und Thorsten Pörschmann über die neue Rolle der Finanzberater im Zuge der Digitalisierung. Durch verändertes Nutzungsverhalten, digitale Prozesse und neue Strukturen auf dem Finanzmarkt wird sich das Profil des Finanzberaters enorm verändern.

Unter dem Titel „Finanzberater werden überleben: Nur eben anders“ startet das Webinar und bietet die Möglichkeit, einen Einblick in den neuen Markt, die neuen Player und in das Fintech moneymeets zu erhalten.

Die Anmeldung zum Webinar ist natürlich kostenlos.